Der Generationen-Dialog – Ein verbaler Doppelpass

„20 Jahre Arsch Huh – Kulturelle Vielfalt heute“ war das Thema des Generationendialogs der RheinFlanke gGmbH am 8. November in der IHK Köln. Kölner Jugendliche aus Schulen, der Straßenfußball-Liga Köln kickt und Auszubildende hatten im Vorfeld „ihre“ Themen vorbereitet und Entscheidungsträger aus Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und Sport eingeladen mit ihnen in den Dialog zu treten.

Tom Bartels, landauf landab als ARD-Sportmoderator bekannt, moderierte gemeinsam mit der 18-jährigen Nisrine Adni aus Meckenheim das Bühnenprogramm, in dem die jungen Menschen das Themenspektrum in Sketchen und mit Musik vorstellten. Rund 200 Besucher diskutierten im Anschluss intensiv und konstruktiv an vier Themeninseln mit den jungen Gastgebern. Die prominent besetzte Gästeliste belegt das Interesse mit jungen Menschen ins Gespräch zu kommen um gemeinsam Lösung für aktuelle Zukunftsfragen zu finden.

Für den diesjährigen Dialog haben die Jugendlichen in der vorausgegangenen Projektarbeit vier Themen herausgearbeitet:

- Vielfalt der Kulturen in Köln. Gruppierungen-Respekt-Toleranz

- Kulturelle Vielfalt: Herausforderungen in Schule und Ausbildung.
Interkulturelle Kompetenz. Was heißt das? Und wie kann sie
positiv eingesetzt werden?

- Fußball: Die Ultra-Kultur – Bedrohung oder Bereicherung?

- Herausforderungen – Religionen, Rechtsextreme, Meinungsfreiheit: Was geht und was geht nicht in unserem alltäglichen Umfeld in Schule, Beruf und Freizeit?

Der Generationendialog fand 2012 zum zweiten Mal statt. Ermutigende Erfahrungen aus einer Dialogrunde in 2011 bestärkten uns, konsequent dieses Format weiterzuentwickeln. Denn die Jugendlichen können (und wollen) selbstbewusst und eigenverantwortlich zu Vertretern ihrer Interessen werden – sie haben etwas zu sagen!
Der Generationendialog schafft eine neuartige Verbindung zwischen sozialpädagogisch motivierter Jugendhilfe und Aspekten der politischen Bildung. Das ist vor allem bemerkenswert, weil die Angebote zur politischen Bildung die Zielgruppe der Jugendlichen – viele sind aufgrund ihrer ethnischen Herkunft, ihrer sozialen Situation und/oder fehlender Bildungschancen in dieser Gesellschaft benachteiligt – ansonsten so gut wie nie erreichen.

Die Partner
Im Rahmen des Generationendialogs entstehen neue Kooperationsstrukturen und institutionenübergreifende Netzwerke, die Verantwortung für Jugend übernehmen. Dies veranschaulicht am besten die „Logoleiste“ des Dialogs 2012:

Cordula Stratmann fasste die Ergebnisse auf der Bühne zusammen:
„Themenübergreifend ist kulturelle Vielfalt ist viel mehr als Menschen unterschiedlicher ethnischer Herkunft, das ist auch Jung und Alt, FC Ultra und Nicht-Fan, Fahrradfahrer und Autofahrer, Mann und Frau, HipHop und Klassik. Kulturelle Vielfalt ist eine große Bereicherung für uns in Köln, bedeutet aber immer auch dass es im Zusammenleben „knirscht“ und es Anstrengung erfordert harmonisch miteinander zu leben.“

Zu Gast waren u.a. Elfi Scho-Antwerpes – Bürgermeisterin der Stadt Köln, Gregor Berghausen – IHK Köln, Udo Behrendes – Polizei Köln, Sigrid Gramm – Stadt Köln Abtlg. Ausbildungsförderung, Werner Spinner und Toni Schumacher – Vorstand 1.FC Köln, Ossi Helling – Ratsfraktion DieGrünen, Tayfun Keltek – Integrationsrat der Stadt Köln, Frank Überall – Journalist, Stephan Brings – AG Arsch Huh, Michael Trippel – Stadionsprecher, Andreas Thimmel – FH Köln, Christoph Zeckra – Generali Zukunftsfonds, Peter Schüngel – Institut Fußball + Gesellschaft, Klaus Ulonska – Fortuna Köln und Künstlerin Cordula Stratmann.

Mitspielen Mitreden Mitgestalten – unsere Zielsetzung
Die RheinFlanke steht für regelmäßige Angebote und Projekte zur mobilen Jugendhilfe an 6 Standorten in NRW. Regional bekannt als Köln kickt, Bonn mobil, Meckenheim mobil, Grevenbroich mobil, Bedburg mobil, und Bornheim mobil erreichen 26 festangestellten Mitarbeiter 1000 Kinder und Jugendliche wöchentlich. Schwerpunkt der RheinFlanke ist die aufsuchende mobile Jugendarbeit mit einer Kombination aus Sozial- und Sportpädagogik sowie die Begleitung von Jugendlichen an dem Übergang zwischen Schule und Beruf. Die RheinFlanke ist anerkannter Träger der Jugendhilfe nach §75 KJHG.